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Wichtige Hinweise für Veranstalter

Veranstaltungen sind schön und gut, wenn sie jedoch immer lauter werden gibt es gewaltige Probleme mit unserem empfindlichsten Körperorgan den Ohren.

Ca. 60 % der Jugendlichen haben laut Fachleuten Hörschäden, vielleicht nehmen sie deshalb schon nicht mehr war, wie laut es tatsächlich ist. Nur ca. 8,7 % wissen um die Gefährlichkeit von Hörschäden, Tinnitus, Innenohrschwehrhörigkeit usw.

Die Besucher einer Veranstaltung gehen davon aus, dass es nicht so schlimm sein wird und keine gesundheitlichen Schäden zu erwarten sind. In einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz, in dem einem Geschädigten Schmerzensgeld zugesprochen wurde, wird bestätigt, dass der Besucher dies auch annehmen kann.

Doch die HNO Ärzte machen andere Erfahrungen. Prof. Zenner von Tübingen spricht von Körperverletzung und der vollen Verantwortlichkeit der Verursacher, da der Besucher davon ausgehen kann, dass er selbst am lautesten Platz keine Körperverletzung erfährt.
Ab 85 dB wird auch Musik zum Lärm: Im Beruf wird es dann als Lärmarbeitsplatz bezeichnet, der Arbeitgeber muss Gehörschutz zur Verfügung stellen.

Ab 90 dB ist das Tragen von Gehörschutz Pflicht.

85 dB sind schnell erreicht. Dazu muss noch nicht einmal die Musik laufen, schon die Geräusche der sich unterhaltenden Besucher ergeben diese Werte.

85 dB kann man sich 8 Std. ohne Gefahr dem Lärm aussetzen, erhöht es sich um je 3 dB so halbiert sich die gefahrlose Aufenthaltsdauer(AHD). z.B. beträgt die AHD bei 106 dB ca. 7 min täglich.
Dies sind Werte, die aus Erfahrungen im Arbeitsbereich stammen und größtenteils mit viel Aufwand eingehalten werden. Trotzdem ist die Lärmschwehrhörigkeit mit 25 % die führende anerkannte Berufskrankheit.

Mit dem heutigen Freizeitverhalten ist jedoch davon auszugehen, dass bereits kurze Einwirkungszeiten mit lauter Musik die Lärmschwerhörigkeit mit verursachen. Deshalb ist darauf zu achten, dass die DIN 15905 Teil 5 eingehalten wird, wo 99 dB auf 2 Stunden bezogen noch großzügig für Besucher ausgelegt sind. Für Aufsichtspersonal, Ordner u. Beschäftigte gelten die Vorgaben des Arbeitsschutzes (85 dB usw.), die der Veranstalter zu gewährleisten hat.

Im Interesse aller sollte die Lautstärke mehr beachtet werden, um lebenslange Beschwerden wie Tinnitus oder Innenohrschwerhörigkeit zu vermeiden.

Der Veranstalter ist immer haftbar und muss nachweisen, dass er die Schallgrenzwerte eingehalten hat.

Weitere Infos auch bei www.bundesumweltamt.de

Wir wünschen den Veranstaltungen mehr Musikgenuss - statt Tinnitus.